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By Holger Ließfeld

Das Betreuungsrecht bietet ein Gefüge, das auf Traditionen aufbaut und gleichzeitig die Gegebenheiten der Moderne berücksichtigt. Es regelt Zuständigkeiten und Handlungsrahmen für Menschen, die für andere handeln und entscheiden, weil letztere hierzu noch nicht, nicht mehr oder vorübergehend nicht im Stande sind. Die Planung von Betreuungen ist Voraussetzung um eine am individuellen Wohl des Betroffenen ausgerichtete Betreuungsführung zu gewährleisten. Nur durch die Auseinandersetzung mit den Lebensumständen des Betroffenen und seinen Wünschen und Vorstellungen gelingt es, das Ziel einer „Betreuung für ein selbstbestimmtes Leben“ zu ermöglichen. ​

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Die Rechtsmacht des Pflegers erstreckt sich nach dem Wortlaut des Gesetzes ausschließlich auf Vermögensangelegenheiten. 1. F. enthalten. Palandt 1949, S. 1626 f. beschreibt den Familienrat als „Rest der Sippenvormundschaft des alten deutschen Rechts. ) auf die Führung der Vormundschaft zu begrüßen ist. “ Vorsitzender des Familienrates war der Vormundschaftsrichter. Als Rechtsinstitut existierte der Familienrat in Deutschland bis zum Inkrafttreten des Nichtehelichengesetzes (NEhelG) am 1. a. in den §§ 1860 ff.

Schizophrenie, 3. zirkulärem (manisch-depressivem) Irresein, 4. erblicher Fallsucht, 5. erblichem Veitstanz (Huntingtonsche Chorea), 6. erblicher Blindheit, 7. erblicher Taubheit, 8. schwerer erblicher körperlicher Mißbildung, schweren 56 2. Betreuungsrecht Alkoholismus“ (Reichsgesetzblatt I, S. 529, zitiert nach Scherer 1990, S. 28). 000 Frauen, Männer und Kinder zwangssterilisiert. (vgl. BT 1998, S. 1). Hiervon waren schätzungsweise 90 % psychiatrische Fälle. Das Ausmaß der Einbindung der Psychiatrie in den nationalsozialistischen Herrschaftsapparat wird damit mehr als deutlich.

Sofern der Krankheitszustand beseitigt war, endete auch die Pflegschaft. Es liegt nahe, dass der damaligen Gesetzgebung die Annahme der Veränderlichkeit und der Endlichkeit einer solchen Erkrankung zugrunde lag. Auch hatten Willenserklärungen trotz der bestehenden „cura furiosi“ Rechtsverbindlichkeit, sofern diese in lichten Momenten (lat. lucidum intervallum) abgegeben wurden. Die Ablehnung der Entmündigung geistig oder psychisch eingeschränkter Menschen im römischen Recht blieb in der Rechtsgeschichte bis zum Ende des 18.

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